Moldsonics gewinnt PHÖNIX Spin-off Award

Moldsonics gewinnt PHÖNIX Spin-off Award

Von der Forschung in die Produktion

Industrielle Innovation entsteht selten über Nacht.

Der österreichische Gründungspreis PHÖNIX zeichnet Unternehmen aus, die wissenschaftliche Forschung erfolgreich in marktfähige Lösungen überführen. 2026 wurde Moldsonics in der Kategorie Spin-off ausgezeichnet.

Der Ursprung dieser Entwicklung reicht zurück ins Jahr 2009, als DI Dr. Bernhard Praher mit den ersten Forschungsarbeiten begann. 2021 wurde schließlich die Moldsonics GmbH von DI Dr. Bernhard Praher, Dr. techn. Thomas Mitterlehner und DI Dr. Klaus Straka gegründet.

Der Weg von der Forschung zur industriellen Anwendung dauerte viele Jahre und zahlreiche Iterationen.

Phönixpreis - Spin Off Kategorie
 © Austria Wirtschaftsservice GmbH/APA-Fotoservice

Produktionsrealität

Der Transfer von Forschung in die Produktion ist anspruchsvoll.

Produktionsanlagen laufen rund um die Uhr. Prozesse variieren. Stabilität ist entscheidend.

Was im Labor funktioniert, muss sich im realen Betrieb beweisen – bei Werkzeugwechseln, Materialschwankungen und im Schichtbetrieb.

Was es heute kostet

Die Industrialisierung einer Technologie erfolgt in vielen Schritten.

Die erste funktionierende Version benötigte über ein Jahr Entwicklungszeit. Danach folgten zahlreiche Iterationen, Tests und Anpassungen, bis eine stabile Serienlösung entstand.

Dieser Teil des Innovationsprozesses bleibt oft unsichtbar.

3 Moldsonics Spin-off

Was sich mit Moldsonics verändert

Heute konzentriert sich Moldsonics auf drei zentrale Produktionsbereiche:

  • Verschleißüberwachung (Wear) in Werkzeugen
  • Cool-End Stabilität in der Glasproduktion
  • LSR- und Rubber-Prozesse

Das Ziel ist immer gleich: Production Leverage.

Stabilere Prozesse.
Schnellere Validierung.
Weniger ungeplante Stillstände.

Der PHÖNIX Preis würdigt Unternehmen, die den Weg von der Forschung in die industrielle Praxis erfolgreich gehen.

Für Moldsonics ist die Auszeichnung ein wichtiger Meilenstein – und gleichzeitig ein klarer Fokus auf die Produktionsbereiche, in denen heute der größte Hebel liegt.

Der Stand von Moldsonics bei der Verleihung der Phönix Awards
 © Austria Wirtschaftsservice GmbH/APA-Fotoservice
Fließfrontdetektion im Spritzguss: Patentierte Direktmessung

Fließfrontdetektion im Spritzguss: Patentierte Direktmessung

MoldFront Patenturkunde

Die Fließfront ist eine der kritischsten – und zugleich intransparentesten – Phasen im Spritzgussprozess.

Der Umschaltpunkt wird häufig indirekt über Druckverlauf oder Erfahrungswerte definiert. Um Kurzschuss oder Grat zu vermeiden, wird konservativ eingestellt.

Das verlängert die Zykluszeit.

Warum dieses Patent relevant ist

Indirekte Umschaltstrategien erzeugen Sicherheitsaufschläge.

Typische Folgen in der Produktion:

  • Längere Zykluszeiten
  • Instabile Füllprozesse bei komplexen Geometrien
  • Ausschuss bei Material- oder Temperaturdrift
  • Verlängerte Abmusterphasen

Bereits +0,5 Sekunden pro Zyklus können bei Serienwerkzeugen mehrere Prozent Ausstoß kosten.

Das patentierte Verfahren ersetzt Schätzungen durch ein definiertes Trigger-Signal, sobald die Schmelze eine festgelegte Position erreicht.

Der Umschaltpunkt wird reproduzierbar.

Typische Einsatzbereiche

  • Kaskadenspritzguss
  • PUR-Fluten
  • Überwachung der Fließfrontgeschwindigkeit
  • Exakte Definition des Umschaltpunkts
  • Trigger für Entlüftung oder Nadelschluss

Gerade bei reaktiven Materialien oder Mehrfachanspritzungen schafft direkte Fließfrontmessung Stabilität im Füllprozess.

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Technologischer Fortschritt

Das patentierte Messprinzip ermöglicht:

✔ Echtzeit-Transparenz im Füllprozess
✔ Reproduzierbare Umschaltpunkte
✔ Reduzierte Zykluszeiten
✔ Schnellere Werkzeugabmusterung

Es geht nicht um Sensortechnik.

Es geht um Produktionshebel: messbare Stabilität, kürzere Zyklen und planbaren Output.

Moldsonics auf der K 2025: Ultraschall in der Praxis

Moldsonics auf der K 2025: Ultraschall in der Praxis

Viele Produktionsprobleme bleiben unsichtbar

In der Kunststoffverarbeitung werden viele Probleme erst sichtbar, wenn bereits Ausschuss entsteht. Verschleiß entwickelt sich schleichend. Materialverhalten verändert sich zwischen Chargen. Zykluszeiten werden oft konservativ gewählt.

Für Produktionsbetriebe bedeutet das verlorene Effizienz.

Auf der K 2025 in Düsseldorf zeigte Moldsonics, wie Echtzeit-Einblicke in den Prozess diese Situation verändern können.

Ultraschall live auf mehreren Maschinen

Besucher konnten Moldsonics nicht nur am eigenen Stand Halle 12 / F35-04 erleben, sondern auch direkt auf Maschinen unserer Partner.

Unsere Systeme liefen unter anderem bei ENGEL, Zechmayer, EREMA, HAIDLMAIR, Axxicon, PureLoop, Schöfer und Digital Moulds – in Anwendungen von Spritzguss über Recycling bis zum digitalen Werkzeugmonitoring.

So wurde sichtbar, was im Prozess tatsächlich passiert.

Fair Map Table Moldsonics Spin-off
Fair Map Image Moldsonics Spin-off

Von der Messe in die Produktion

Die K 2025 hat erneut gezeigt: stabile Kunststoffproduktion beginnt mit Prozessverständnis.

Wenn Verschleiß, Fließverhalten und Materialverhalten sichtbar werden, lassen sich Prozesse schneller stabilisieren und optimieren.

Und in der Serienproduktion summieren sich selbst wenige Sekunden pro Zyklus schnell zu messbarer Produktivität.

Moldsonics gewinnt den Jungunternehmerpreis 2025 in der Kategorie „Visionenreiter“

Moldsonics gewinnt den Jungunternehmerpreis 2025 in der Kategorie „Visionenreiter“

In der Kunststoffproduktion bleiben viele entscheidende Vorgänge im Prozess unsichtbar. Materialverhalten verändert sich zwischen Chargen, Verschleiß entwickelt sich langsam, und Zyklusparameter werden oft konservativ gewählt.

Für Produktionsbetriebe bedeutet das Unsicherheit und verlorene Effizienz.

Moderne Fertigung benötigt deshalb vor allem eines: mehr Transparenz im Prozess selbst.

Auszeichnung beim Jungunternehmerpreis 2025

Beim Jungunternehmerpreis 2025 erhielt Moldsonics den 1. Platz in der Kategorie „Visionenreiter“ der Jungen Wirtschaft Oberösterreich.

Die Auszeichnung würdigt Unternehmen, die mit neuen Technologien und innovativen Ansätzen die Zukunft der Industrie mitgestalten.

Für Moldsonics ist sie eine Anerkennung der Arbeit des Teams rund um Thomas Mitterlehner, Bernhard Praher und Klaus Straka, das Forschung in industrielle Anwendungen überführt.

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Der Gewinn des Jungunternehmerpreises 2025 ist ein wichtiger Meilenstein für Moldsonics.

Vor allem zeigt er jedoch eine grundlegende Entwicklung in der modernen Fertigung: Produktionsprozesse werden zunehmend messbar und transparent.

Und wenn Prozesse messbar werden, entstehen stabilere, effizientere und ressourcenschonendere Produktionsabläufe.

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Moldsonics & BOOXit erhalten EU-Förderung im Rahmen von DEREMCO

Moldsonics & BOOXit erhalten EU-Förderung im Rahmen von DEREMCO

Rezyklate präzise verarbeiten – mit intelligenter Sensorik und smartem Produktdesign

Moldsonics und BOOXit wurden im Rahmen eines Open Calls des EU-Projekts DEREMCO als Umsetzungspartner ausgewählt. Gemeinsam arbeiten wir an einem industriellen Anwendungsfall, der zeigt, wie rezyklierte Faserverbundwerkstoffe zuverlässig in hochwertigen Kunststoffprodukten eingesetzt werden können – mithilfe intelligenter Sensortechnologie und durchdachter Produktentwicklung.

MoldFront Patenturkunde

Was ist Deremco?

DEREMCO (De- & Remanufacturing for Circular Economy) ist ein EU-gefördertes Innovationsprojekt mit über 30 Partnern aus Europa. Ziel ist es, die wirtschaftliche und technische Wiederverwendung von faserverstärkten Kunststoffverbundmaterialien zu ermöglichen – und damit eine zukunftsfähige, kreislaufbasierte Kunststoffwirtschaft zu etablieren.

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Das Projekt adressiert eines der drängendsten Probleme der Kunststoffindustrie: Wie lassen sich komplexe, verbundene Kunststoffstrukturen am Ende ihrer Nutzungsdauer effizient demontieren, wiederaufbereiten und in neue hochwertige Anwendungen überführen? DEREMCO liefert hierfür systemische Ansätze, bei denen Material, Design, Prozesse und Markt gemeinsam gedacht werden.

Mehr Informationen

Gemeinsames Ziel: Hochpräzise Produkte aus Recyclingmaterial

Im geförderten Umsetzungsexperiment bündeln BOOXit und Moldsonics ihre Kompetenzen:

  • BOOXit entwickelt eine neue Generation intelligenter, stapelbarer Mehrwegboxen, die ohne zusätzliche Umverpackung auskommen. Das erfordert höchste Maßhaltigkeit und Reproduzierbarkeit – auch bei wechselnden Materialchargen.
  • Moldsonics steuert eine ultraschallbasierte Sensortechnologie bei, die den Erstarrungsprozess des Kunststoffs direkt im Spritzgießwerkzeug misst. So können prozesskritische Parameter wie Schwindung und Kristallisation inline erfasst und gezielt geregelt werden.

Der besondere Fokus liegt dabei auf der Frage: Kann man auch rezyklierte Werkstoffe mit hoher Toleranzgenauigkeit verarbeiten?

– Die Antwort lautet: Ja – mit der richtigen Sensorik.

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Warum das wichtig ist

Rezyklate in der Kunststoffverarbeitung gelten nach wie vor als unsicher – zu inhomogen, zu unvorhersehbar. Genau hier setzt das gemeinsame Projekt von Moldsonics und BOOXit an: Mit datenbasierten Prozessen und intelligenter Überwachung wird die Qualität transparent und kontrollierbar gemacht.

Die eingesetzte Sensorik ist nicht nur ein Überwachungsinstrument, sondern ein aktiver Baustein zur Prozessoptimierung im Spritzguss. Unternehmen können dank dieser Technologie ihre Ersteinstellzeiten reduzieren, Ausschuss vermeiden und die Materialeffizienz verbessern. So wird ein echter Beitrag zur Nachhaltigkeit im Kunststoffspritzguss geleistet – wirtschaftlich messbar und technologisch skalierbar.

Zudem stärkt das Projekt die Akzeptanz für rezyklierte Kunststoffe in High-End-Anwendungen – etwa in der Logistik, im Automobilbereich oder in der Medizintechnik, wo Maßhaltigkeit eine zentrale Anforderung ist.

BOOXIT
                                                               © BOOXit
230212 Deremco Logonero Moldsonics Spin-off
EN Co funded by the EU POS scaled Moldsonics Spin-off

Über die Förderung

Dieses Projekt wird im Rahmen des EU-Projekts DEREMCO durch den European Regional Development Fund (ERDF) kofinanziert. Moldsonics und BOOXit wurden im Rahmen eines Open Calls als Umsetzungspartner ausgewählt.
Projektkennung: 101084037
Laufzeit des Gesamtprojekts: Dezember 2022 – November 2025

EDISON Preis ChangeMaker 2025 für Moldsonics

EDISON Preis ChangeMaker 2025 für Moldsonics

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Wir freuen uns sehr: Moldsonics wurde mit dem EDISON Changemaker Award 2025 ausgezeichnet – einem Sonderpreis für junge Technologien, die das Potenzial haben, die Industrie nachhaltig zu verändern.

Der Changemaker ist eine eigene Kategorie innerhalb des EDISON Ideenwettbewerbs – vergeben von tech2b in Kooperation mit der WKO Oberösterreich. Anders als bei anderen Kategorien wie Greentech, Hightech oder Medtech kann man sich für den Changemaker nicht direkt bewerben. Die Auszeichnung geht an das Projekt, das aus Sicht der Jury das größte Marktpotenzial und die stärkste Strahlkraft mitbringt.

Warum Moldsonics?

Unsere Ultraschallsensorik misst wichtige Qualitätsparameter wie Fließverhalten, Erstarrung oder Verschleißberührungslos und direkt im Spritzgießprozess. Damit helfen wir, Ausschuss zu vermeiden, Energie zu sparen und Prozesse stabiler zu machen – besonders dort, wo Fachkräfte knapp sind und Effizienz zählt.

Das ist keine Lösung für den Moment – das ist Technologie, die Prozesse dauerhaft verändert.

„Wir haben etwas gebaut, das tief in industrielle Abläufe hineinwirkt – keine kurzfristige Lösung, sondern Tiefentechnologie für die Industrie von morgen.

EDISON 2025 11 Moldsonics Spin-off

Warum dieser Preis zählt

Der EDISON Award ist mehr als eine Auszeichnung. In einem mehrstufigen Prozess werden Ideen nicht nur bewertet, sondern auch weiterentwickelt: durch Coachings, Businessplanung und strategische Beratung. Wer als Changemaker ausgewählt wird, überzeugt nicht nur technologisch – sondern auch durch Wirkung, Relevanz und Umsetzbarkeit.

Wir bedanken uns herzlich bei tech2b, der WKO Oberösterreich und der Jury für diese Anerkennung. Und bei allen, die mit uns an dieser Vision arbeiten – kritisch, kreativ und mit Weitblick.

Wir stehen nicht am Ziel – sondern an einem sehr guten Ausgangspunkt.